Rosmarinöl: Wirkung, Anwendung und spannende Fakten

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Rosmarinöl: Wirkung, Anwendung und spannende Fakten

Rosmarin kennen die meisten aus der mediterranen Küche. Dass das beliebte Küchenkraut schon seit der Antike als Heilmittel bekannt ist, wissen jedoch die wenigsten. Zwar ist der Rosmarin als Pflanze heutzutage keine offizielle Arznei. Dennoch findet Rosmarin bei zahlreichen Beschwerden Anwendung, weshalb ein Fläschchen ätherisches Rosmarinöl einen Platz in jeder gut sortierten Hausapotheke verdient.

Inhaltsstoffe des Rosmarinöls

Die vielfältigen Anwendungsgebiete des ätherischen Öls setzen zahlreiche Inhaltsstoffe voraus. Auch das Rosmarinöl weist eine Vielzahl verschiedener Inhaltsstoffe auf, von denen viele noch nicht genau erforscht sind. Einige der bekanntesten sind jedoch:

  • Termineol
  • Monoterpene
  • Ketone
  • Oxide
  • Cineol
  • Phenole
  • Thymol
  • Monoterpenole
  • Pinen
  • Linalool

Welche unterschiedlichen Wirkungen sich aus dieser Vielzahl an Inhaltsstoffen ergeben, erfährst du im nächsten Punkt.

Wirkungen von Rosmarinöl auf die Psyche

Schon wieder vergessen, wo du deine Schlüssel hingelegt hast? Dann kann Rosmarin Abhilfe schaffen, genauer gesagt das darin enthaltene Cineol. Eine Studie der britischen Universität Northumbria konnte belegen, dass Menschen, die dem Duft des Rosmarinöls ausgesetzt waren, eine bis zu 75 Prozent höhere Gedächtnisleistung aufwiesen als die Kontrollgruppe. Entsprechend darf es nicht verwundern, dass das Öl Gegenstand zahlreicher Projekte in der Alzheimer- und Demenz-Forschung ist.

Aber auch gegen kleinere psychische Wehwehchen wie Antriebslosigkeit, geistige Erschöpfung und Konzentrationsschwächen hilft das Öl hervorragend.

Kleiner Tipp: Morgenmuffel nehmen morgens ein belebendes Bad mit vier Tropfen Rosmarin- und Grapefruitöl! Im Badewasser aufgelöst entfalten die ätherischen Öle ihre Wirkung und machen so richtig wach!

Rosmarinöl in der Schönheitspflege

Auch die Beauty-Industrie hat den Wert von Rosmarin bereits erkannt. Bereits seit Jahren gilt die Mittelmeerpflanze als bewährtes Hausmittel gegen Haarausfall. Diese Wirkung ist den durchblutungsfördernden Eigenschaften des Rosmarins zuzuschreiben, welche wiederum eine Stärkung der Haarfollikel fördern. Außerdem wirkt die Pflanze hervorragend gegen Schuppenbefall und eignet sich daher auch zur Kopfhautpflege. Mische ein paar Tropfen des Öls in dein Shampoo oder gönn dir eine Kopfhautmassage mit einem Trägeröl deiner Wahl und Rosmarinöl!

Rosmarinöl wirkt außerdem antiseptisch, antibakteriell und antimykotisch, wodurch es sich wunderbar zur Behandlung von Akne und Ekzemen sowie Fußpilz eignet. Rosmarinöl besitzt sogenannte pH-Puffer, die in der Lage sind, pH-Werte anzugleichen. So kann es sowohl bei zu saurer, als auch bei zu basischer Haut angewendet werden.

Außerdem wird dem ätherischen Öl eine besondere Wirkung gegen Cellulite zugeschrieben. Diese ist meist eine Folge von zu schwachem Bindegewebe. Rosmarinöl fördert die Durchblutung und strafft das Bindegewebe.

Körperliche Auswirkungen von Rosmarin

Durch seine starke antibakterielle Wirkung wirkt Rosmarin wunderbar gegen Erkältungen. Inhalationen mit dem ätherischen Öl können hier Wunder wirken. Kopfschmerzen und Migräne werden bekämpft, indem du einen Tropfen Rosmarinöl mit einem Trägeröl vermischst und auf der Stirn verteilst.

Eine wahre Geheimwaffe ist Rosmarinöl für alle Probleme, die durch zu niedrigen Blutdruck verursacht werden, wie beispielsweise daraus resultierender Schwindel, Herzrhythmusstörungen oder Herzrasen. Da du hier allerdings ganz genau dosieren musst, solltest du dich diesbezüglich mit einem Heilpraktiker oder Arzt absprechen.

Und wusstest du, dass Rosmarinöl dich sogar bei einer Diät unterstützen kann? Es sorgt nämlich dafür, dass die Leber mehr Flüssigkeit produziert, wodurch die Leber- und Gallentätigkeit verbessert wird. So werden Giftstoffe im Körper über das Verdauungssystem besser ausgeschieden, der Cholesterinspiegel wird reduziert und damit meist auch das Körpergewicht! Außerdem wirst du von klassischen Symptomen einer überlasteten Leber wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Verstopfung, Übelkeit und Blähungen befreit! Peppe deine Speisen deshalb gerne mit ein bis zwei Tropfen Rosmarinöl auf!

Das solltest du bei der Anwendung beachten

Da die Inhaltsstoffe im ätherischen Rosmarinöl höchst konzentriert sind und Hautreizungen hervorrufen können, solltest du es nur in Verbindung mit einem Trägeröl, wie beispielsweise Mandel- oder Olivenöl, anwenden. Außerdem kannst du es ins Badewasser mischen.

Möchtest du Rosmarinöl zum Inhalieren nutzen, kannst du zehn Tropfen davon in mindestens 80 Grad heißes Wasser geben. Das ist deshalb essenziell, da die wichtigen Inhaltsstoffe erst ab dieser Temperatur verdampfen.

Richtige Dosierung von Rosmarinöl

Da Rosmarinöl besonders reich an Monoterpenen ist, solltest du mit der Dosierung äußerst sparsam sein. In einem zu hohen Ausmaß kann das Öl ansonsten Hautreizungen oder gar Atemnot hervorrufen. Allerdings brauchst du das Öl auch gar nicht allzu hoch dosieren, denn die enthaltenen Inhaltsstoffe sind so stark, dass sie schon in kleinen Dosen wirken.

Kann jeder Rosmarinöl nutzen?

Wie bereits erwähnt, ist Rosmarinöl äußerst intensiv. Kindern unter sechs Jahren, Schwangeren und Epileptikern ist daher von der Verwendung abzuraten. Da das ätherische Öl auch gegen niedrigen Blutdruck wirkt, solltest du auch bei Bluthochdruck auf die Anwendung verzichten.

An sich ist Rosmarinöl gut hautverträglich. Wie bei anderen ätherischen Ölen gilt auch hier: Es kann in seltenen Fällen zu Unverträglichkeiten kommen. Bevor du es auf der Haut anwendest, solltest du einen Test durchführen. Misch daher ein paar Tropfen Rosmarinöl mit einem Trägeröl – Kokosöl oder Olivenöl sind dafür wunderbar geeignet – und massiere es auf der Innenseite deines Unterarms ein. Treten nach 24 Stunden keine Hautreizungen, Juckreiz oder Rötungen auf, kannst du das Öl bedenkenlos verwenden.

Rosmarinöl kaufen: So erkennst du Qualität

Viele Rosmarinöle sind häufig leider gepanscht und es werden Parfumöle verkauft, die lediglich nach Rosmarin duften, aber noch nie einen Zweig davon gesehen haben. Achte daher darauf, dass du nur naturreine Öle kaufst, die zu 100 Prozent aus natürlichen Pflanzenteilen destilliert werden.

Achte auf den Hinweis „100 Prozent naturreines Rosmarinöl“ auf der Verpackung. „Reine ätherische Öle“ sollten auch so deklariert sein.

Produkte in Bio-Qualität geben dir außerdem die Sicherheit, dass auf Pestizide verzichtet wurde. Das Rosmarinöl vom Tiroler Kräuterhof besteht zu 100 Prozent aus reinen Pflanzenteilen!

Spannende Zusatzinfos zum Rosmarin

Rosmarin findet seit der Antike Anwendung in der Medizin. Die Pflanze wurde der Göttin Aphrodite als Zeichen der Liebe, Schönheit und Treue gewidmet. Kein Wunder, dass sie in der Schönheitspflege ihre Anwendung findet!

Der Name lässt sich auf den lateinischen Begriff „ros marinus“ zurückführen, was „Tau des Meeres“ bedeutet. Auch das verwundert nicht, denn beheimatet ist der Rosmarin rund um das Mittelmeer. Vor allem in portugiesischen Küstengebieten gedeiht er prächtig. Der intensiv duftende Strauch erreicht eine Größe von bis zu zwei Metern.

Für einen Liter ätherisches Rosmarinöl benötigt man etwa 50 Kilo Rosmarinzweige. Das ätherische Öl wird dabei aus Wasserdampfdestillation gewonnen.

Fazit

Rosmarinöl hat sich dank seiner vielfältigen Wirkungen auf Gesundheit, Psyche und Schönheit seinen festen Platz in jeder gut sortierten Hausapotheke erarbeitet. Wird das Öl gut vertragen, kann es gegen eine Vielzahl von Problemen helfen und die Lebensgeister neu erwecken. Tu dir etwas Gutes mit einer Flasche ätherischem Rosmarinöl vom Tiroler Kräuterhof!

Tiroler Kräuterhof Naturkosmetik