Fokus

Ein Kräutertipp von Gertrude Messner:

Für mich persönlich ist die Brennnessel die wichtigste Pflanze überhaupt. Es ist absurd, dass viele Leute sie als Unkraut betrachten. Ob Heilen, Kochen, Schädlingsbekämpfung … alles lässt sich mit Brennnessel machen!

Andere Namen: Saunessel, Hanfnessel, Donnernessel, Nessel, Sengnettel

Wo findet man sie? Überall. Besonderes bevorzugt sie nährstoffreichen Boden. Am liebsten wächst sie in menschlicher Nähe und fühlt sich in sonniger bis halbschattiger Lage wohl.

Wie erkennt man sie?

Familie: Nesselgewächs, mehrjährig

Stängel: aufrecht, unverzweigt, vierkantig, oft bräunlich-rot

Blätter: gegenständig, gestielt, grob gezähnt, ei- bis herzförmig. lange Brennhaare

Blüte: unscheinbar, grünlich

Höhe: 1 bis 1 ½ m

Was wird gesammelt? Junge Blätter, Wurzeln, Samen. Eigentlich das ganze Kraut.

Blütezeit: Juni bis September

Gesundheit:

Blutreinigend, blutbildend, stoffwechselanregend, hautreizend, blutdrucksenkend, wasserausleitend, allgemein stärkend. Durch diese Eigenschaften hat die Brennnessel positive wirkung bei Ekzemen, Hautproblemen, Durchfall, Rheuma und Gicht (hier vorrangig das Kraut), Nierensteinen, Harngrieß, Prostatabeschwerden (hier nimmt man vor allem die Wurzel).

Vorsicht: Nicht trinken bei Stauungen und Wasseransammlungen infolge eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit!

Tee: 2 bis 3 Teelöffel Blätter mit 1 Liter kochendem Wasser überbrühen, zugedeckt 5 Minuten ziehen lassen, abseihen. Am besten mit abnehmenden Mond beginnend 3 Wochen lang täglich 3 Tassen trinken. Der Tee ist am besten bei Rheuma und Gicht anzuwenden und wirkt außerdem schleimlösend.

Tinktur: ⅓ getrocknetes oder frisches Kraut oder Samen in weithalsige Flasche geben und mit ⅔ Alkohol (45%ig) ansetzen. 3 bis 4 Wochen stehen lassen. Abseihen. 3×10 bis 15 Tropfen einnehmen.

Es kann auch aus der Wurzel eine Tinktur hergestellt werden, und zwar folgendermaßen: 1 Hand voll Brennneselwurzel waschen und schneiden, in 1 Liter Alkohol (60%ig) oder Weinessig ansetzen und 3 Wochen ausziehen lassen. Zur Förderung des Haarwuchses und gegen Schuppenbildung verdünnt einreiben. Die Tinktur kann auch zur inneren Anwendung eingenommen werden.

Pulver: Getrocknetes Kraut fein rebeln. Das Pulver ist gut für Blase und Niere. Mit gemahlenen Samen gemischt kann es zur Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte beitragen.

Sirup: 25 g frische oder getrocknete Kräuter mit 75 g Honig in einenTontopf geben, in den Keller stellen und aufbewahren. Man nimmt 20 g Sirup ein, wenn der Körper von Feuchtigkeit und Schleim gereinigt werden soll.

Wein: In Wein gekochte Blätter trinkt man nach dem Essen, um den Bauch zu “erweichen”. Er ist blähungswidrig und treibt den Harn.

Eine Variante: 1 Liter Wein mit 1 Hand voll getrockneten Brennnesselsamen aufkochen und lauwarm mit Honig süßen. Stamperlweise bis zu 3x am Tag einnehmen. Besonders bei Schwächezuständen und schlechter Regeneration.

Wirkungen bei Tieren: Bei den Bergbauern galt die Pflanze immer als die Beschützerin des Hofes, und sie wurde lange Zeit in der Tiermedizin eingesetzt. Brennnesseltee wurde bei Koliken verabreicht, Brennnesselheu wurde den Kühen zur Steigerung der Milchproduktion und in der Pferdezucht für ein gesundes Äußeres der Tiere ins Futter gemischt. Sogar bei Rheuma von Tieren ist die Brennnessel einsetzbar.

Homöopathie: Urtica urens D1-D3. 3×10 Tropfen täglich bei Steinleiden (bei Gallensteinen, Nierensteinen usw.), bei Nesselfieber, Ekzemen und Wunden.

Weitere Kräutertipps erhalten Sie in dem Buch Gertrude Messners Kräuterhandbuch.

Brennnesselprodukte im Tiroler Kräuterhof:

Haut Tee

Almrausch Kräutertee

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