Salbei

Ätherisches Öl Salbei vom Tiroler Kräuterhof

Schon der Name dieser wunderbaren, vielseitigen Heilpflanze kommt vom lateinischen Wort heilen (salvare). Und tatsächlich wird der Salbei schon seit Jahrtausenden in der Pflanzenmedizin geschätzt. Das ätherische Salbeiöl fängt den einzigartig aromatischen, frischen und krautigen Duft ein und stellt die Heilwirkung der Pflanze unkompliziert zur Verfügung. Salbei ist sowohl in der Küche als auch in der Hausapotheke beliebt.

Ursprünglich stammt der Salbei aus den warmen Mittelmeerländern. Von dort hat sich die widerstandsfähige Staude fast auf der ganzen Welt ausgebreitet. Dazu beigetragen haben auch heilkundige Mönche, die den Salbei in den Klostergärten kultivierten. Salbei war im Altertum sehr populär, wurde aber bereits davor, zum Beispiel bei den alten Ägyptern, verwendet. Die Römer nannten den Salbei auch “herba sacra”, das heilige Kraut.

Salbei: eine genügsame Heilpflanze

Salbei ist eine sehr genügsame Pflanze, ein Halbstrauch, der bis zu einem Meter hoch wird. Er steht wegen seiner Robustheit für Kraft, Vitalität und ein langes Leben. An seinen lanzettförmigen, hellgrünen Blättern ist er leicht zu erkennen.

Salbei gehört zur Pflanzengattung  der Lippenblütler (Lamiaceae). Es ist auf allen Kontinenten außer in der Antarktis und Australien verbreitet und hat beinahe 900 Arten. Einige davon dienen als Zierpflanzen, der Salbei, der in der Küche und in der Medizin verwendet wird, wird als echter Salbei (Salvia officinalis) bezeichnet. Er liebt sandige, kalkhaltige Böden und warme Standorte, kann einen Winter aber gut aushalten. Nach etwa fünf Jahren neigen die Pflanzen zum Verholzen und müssen ersetzt werden. Die Blätter können von Mai bis August geerntet werden, regelmäßiges Schneiden macht sie buschiger. Blüht der Salbei, lieben ihn Bienen und andere Insekten.

 

Salbei: körperliche Heilwirkung

Die Anwendungen des Echten Salbeis sind so vielseitig, da ihn seine ätherischen Öle, Gerbstoffe und Bitterstoffe zu einem wahren Multitalent machen. Er wirkt sowohl als Pflanze als auch als ätherisches Öl folgendermaßen:

  • antibakteriell
  • antiviral
  • blähungslindernd
  • desinfizierend
  • entkrampfend
  • entzündungshemmend
  • fungizid
  • immunstärkend
  • schweißhemmend
  • verdauungsfördernd
  • zusammenziehend

 

Frauenkraut

Salbei war schon im Mittelalter als hervorragendes Heilmittel für die weiblichen Organe bekannt. Man benutzte das Kraut bei Geburten und zur Regulierung des weiblichen Zyklus. Heute kennt man auch die chemischen Bestandteile, die für diese Heilwirkung verantwortlich sind: Salbei verfügt über östrogenähnliche Inhaltsstoffe, die diese Effekte bewirken.

Hals, Mund und Rachen

Salbeiöl ist stark antibiotisch und adstringierend. Daher ist es ein bewährtes Hausmittel für alle Beschwerden im Hals, Mund, Kehlkopf und Rachen – von Zahnfleischentzündungen über Hals- und Kehlkopfentzündungen bis hin zu Bronchitis und Asthma. Deswegen kommt es auch in Gurgellösungen für die Mundpflege gern zum Einsatz.

Hautstraffung

Gemischt mit einem Basisöl, strafft das ätherische Öl des Salbeis und pflegt sehr trockene Haut.

Schweißhemmend

Salbei ist als stark schweißhemmendes Kraut in der Phytotherapie bekannt. Übermäßiges Schwitzen, wie Hitzewallungen während der Wechseljahre, bei psychischen Problemen oder durch Medikamente, kann wirksam durch Salbeiextrakt eingedämmt werden.

 

Salbei: Heilwirkung auf die Seele

Auf geistig-seelischer Ebene hat das Salbeiöl eine positive Wirkung auf das Kehlkopfchakra, das dafür sorgt, dass Emotionen in Wort und Stimme ausgedrückt werden.

Ätherisches Salbeiöl fördert das freie Fließen der Energie durch die Kehle und befreit so von emotionalen Belastungen, die nicht ausgesprochen wurden und eine Stagnation verursachen. Bei Kommunikationsschwierigkeiten, sogar bei Sprachproblemen kann sich Salbei als hilfreich erweisen. Das ätherische Öl des Salbeis kann dazu anregen, sich kreativer und präziser zu artikulieren. Salbeiöl fördert auch ein selbstbewusstes Auftreten.

Ätherisches Salbeiöl wirkt aufrichtend, erfrischend und belebend.

Auch bei Prüfungen oder vor schwierigen Entscheidungen leistet Salbei gute Dienste: es unterstützt das Nervensystem und bringt klare Gedanken.

Einnahme & Anwendung

Ätherisches Salbeiöl bio

Aufgrund des hohen Monoterpenketongehalts sollte ätherisches Salbeiöl nicht innerlich eingenommen, sondern nur äußerlich oder im Aromavernebler in geringer Dosierung verwendet werden.

Duftlampe

Der markante, frische und würzige Duft des Salbeis hat eine starke raumluftreinigende Wirkung, entweder als Räucherung oder als ätherisches Öl. Die antiseptische Wirkung macht Salbei auch ideal, um sich in Erkältungszeiten vor Viren und Bakterien zu schützen. Wenige Tropfen in der Duftlampe oder im Aromavernebler sorgen für eine deutliche Verringerung der Ansteckungsgefahr.

Braucht man vor wichtigen Entscheidungen klare Gedanken und Konzentration, so kann man je 3 Tropfen ätherisches Salbei- und Zitronenöl im Ultraschalldiffusor oder der Duftlampe vernebeln.

Gurgellösung

Für Mundspülungen und zum Gurgeln bei Halsweh, Infektionen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches oder Kehlkopfes.

3 Tropfen ätherisches Salbeiöl mit etwas Essig und einer Tasse warmem Wasser mischen, und einige Minuten damit gurgeln.

Deo-Puder mit Salbei

  • 1 TL Natron aus der Apotheke
  • 1 TL getrockneter, fein gemörserter Salbei
  • 2 Tropfen ätherisches Salbeiöl
  • 1 TL Speisestärke
  • 1 TL ultrafeine Heilerde für empfindliche Haut

Die Herstellung ist einfach: alle Zutaten in ein sauberes Schraubglas geben, zumachen und gut schütteln.

Salbei-Hydrolat bio

Salbei-Hydrolat ist ein erfrischender Raumspray, der vor allem in Erkältungszeiten sehr wirksam sein kann. Auch als Body-Spray lässt es sich verwenden. Dabei kann es seine schweißmindernde Eigenschaft voll ausspielen, was es als natürliche Alternative zu einem Deodorant interessant macht. Auch zum Gurgeln und zum Reinigen der Haut eignet es sich gut.

Salbei-Tee bio

Salbei Tee kann außer in der Schwangerschaft ruhig getrunken werden. Allerdings sollte er nicht länger als 3 Minuten ziehen, um zu vermeiden, dass sich zu viele Gerbstoffe lösen.

Er hilft wie das ätherische Öl bei allen Beschwerden im Hals, Mund und Rachenraum und eignet sich sowohl zum Trinken als auch zum Gurgeln. Außerdem hilft Salbei-Tee der Verdauung von fetten Mahlzeiten. Auch Durchfall, Blähungen und Krämpfe im Darm lindert Salbeitee.

Bei Lippenherpes kann mehrmals täglich ein in Salbeitee getränktes Wattebäuschchen benutzt werden, um den Tee auf die betroffenen Stellen zu tupfen.

Haarspülung gegen graue Haare

Gegen graue Haare hilft eine regelmäßige Haarspülung mit starkem Salbeitee. Dafür zwei Teelöffel Salbeiblätter mit heißem Wasser übergießen und zehn Minuten zugedeckt ziehen gelassen. Abkühlen lassen und nach der Haarwäsche die Haare damit spülen.

Räuchern mit Salbei und Lavendel

Wer einen üppigen Salbeistrauch im Garten kann, kann die Zweige in einer Länge von 15 – 20 cm schneiden. Mit Baumwoll-Spagat spiralförmig zu einem festen Räucherbüschel binden und hängend trocknen lassen. Auch ein paar Zweige Lavendel können mitverarbeitet werden. So hat man wunderbares Räucherwerk, das noch in den Raunächten Freude macht.

Salbei: seine Inhaltsstoffe

Besonders bedeutsam ist der hohe Anteil an unterschiedlichen Terpenen. In den Drüsen befinden sich die ätherischen Öle, die besonders viele Mono- und Sesquiterpene enthalten.

Weitere Inhaltsstoffe sind:

  • Asparagin
  • ätherische Öle
  • Bitterstoffe
  • Cineol
  • Flavonoide
  • Fumarsäure
  • Gerbsäure
  • Gerbstoffe
  • Harz
  • Kampfer
  • Salicylsäure
  • Saponine
  • Thujon
  • Thymol
  • Triterpene
  • Zink

 

Duftmischungen mit anderen ätherischen Ölen

Salbei passt wunderbar zu allen Arten von Lavendel, Rosmarin und allen Zitrusdüften. Auch andere Küchenkräuter, Blüten, Holzöle und Harze passen gut dazu: Bergamotte, Grapefruit, Limette, Mandarine, Orange süß und Blutorange.

Achtung: Nebenwirkungen

Epileptiker, Kindern, Schwangere und stillende Mütter sollten Salbei nicht verwenden, da er unter anderem eine Hemmung der Milchbildung bewirkt. In einer Teemischung in der Phase des Abstillens kann er aber hilfreich sein.

Generell sollte Salbei sparsam eingesetzt werden und nicht innerlich eingenommen werden. Die Sorte Salvia officinalis enthält einen hohen Anteil an Thujon, eine Substanz, die bei Überdosierung Krämpfe und Vergiftungserscheinungen hervorrufen kann.

Manche Therapeuten greifen zum Muskatellersalbei, der eine mildere Variante ist.

Ätherisches Salbeiöl ist beim Tiroler Kräuterhof in biologischer und 100% Naturreiner, unverfälschter Qualität erhältlich, was für die aromatherapeutische Wirkung ausschlaggebend ist.

 

Von: Mag. Sigrid Weiß

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Kräuter mit Aroma und Heilkraft

Kräuter mit Aroma und Heilkraft

Nichts ist schöner, als endlich wieder mit selbst angebauten, frischen Kräutern zu kochen. Nichts anderes bringt das Aroma des Sommers in vergleichbarer Weise in die Kochtöpfe und auf den Teller. Und dazu kommt die Freude, Kräuter beim Wachsen zu beobachten. Selbst am kleinsten Balkon oder am Fensterbrett lassen sich die wichtigsten und aromatischsten Küchenkräuter selber ziehen. Basilikum, Salbei, Thymian, Rosmarin, Pfefferminze und Zitronenmelisse überwältigen mit ihrem Duft des Sommers. Und gleichzeitig hat man eine kleine Hausapotheke zur Hand – denn alle Kräuter haben auch heilsame Wirkungen.

Kräuter der Liebe: Basilikum

Mozzarella, reife Tomaten und Basilikum: ein kulinarisches Trio, das in keiner Sommerküche fehlt. Das vielgeliebte italienische Küchenkraut verleiht vielen Speisen ein herrliches, nach Urlaub im Süden duftendes Aroma. Da seine Inhaltsstoffe empfindlich sind, sollte es frisch verwendet werden, also am Besten in Salaten oder frisch auf die fertige Pasta, Erdäpfel oder Gemüse gestreut.

Die Italiener aber kennen ein weiteres Geheimnis: Basilikum gehört in jeden Liebestrank und wird deshalb auch als Pfeffer der Liebe bezeichnet. Denn er soll fröhlich machen und der Volksmedizin zufolge das Durchhaltevermögen stärken.

Kränze aus Basilikum fand man schon als Grabbeigabe im alten Ägypten, die Römer schätzten ihn als Heilpflanze, den Griechen gilt er als königliche Pflanze. Denn Basilikum hat einige sehr wohltuende Eigenschaften. Im Reigen der Kräuter ist es dasjenige, das appetitanregend und verdauungsfördernd wirkt. Basilikum hilft gegen Blähungen und gilt als schlaffördernd und milchfördernd bei jungen Müttern. Weiters hilft er bei Husten und Depressionen und ist gut für die Nieren.

Basilikum Öl selbst gemacht

Bei so viel Heilkraft und tollem Aroma zugleich, sollte man sein Basilikum hegen und pflegen und großzügig in der Sommerküche verwenden.

Wer sich die Heilkraft aufbewahren will, setzt das frische Kraut mit kaltgepresstem Olivenöl an, lässt das ganze 3 Wochen stehen und hat damit ein Öl, das super entkrampfend in der Bauchgegend wirkt.

Wer Aroma und Heilkraft dieses aromatischen Krauts das ganze Jahr über genießen will, findet in unserem Webshop ein feines, hochwertiges ätherisches Basilikumöl zu kaufen.

 

Mediterrane Kräuter mit Aroma: der Rosmarin

Poetischer geht es kaum: Der Name des Rosmarins kommt vom Lateinischen Ros Marinus, was „Tau des Meeres“ bedeutet. Und schon reisen Gedanken und Geschmacksknospen an die Küsten des Mittelmeeres, wo der Rosmarin auf den kargen, sonnengetränkten Hängen wächst.

Das intensiv-würzige Aroma des Rosmarins verleiht jeder Grillerei mediterranen Zauber und den Geschmack von Urlaub am Meer. Er passt zu Fisch und Fleisch, aber auch ausgezeichnet zu Kartoffeln. Besonders zum Marinieren von Fleisch eignet sich Rosmarin fantastisch.

Rosmarin war im antiken Griechenland der Göttin Aphrodite geweiht und ist ein Symbol für Treue und Liebe. Deswegen war es auch bei uns früher üblich, dass die Braut ein Sträußchen Rosmarin in der Kirche bei sich trug. Auch beim Räuchern entfalten die Kräuter eine wohlriechende und reinigende Wirkung. Auch der Rosmarin schmeckt nicht nur ausgezeichnet, sondern beugt ebenfalls Blähungen und Völlegefühl vor.

Rosmarinöl belebt und durchblutet

Außerdem hat der Rosmarin eine starke Wirkung auf die Durchblutung der Haut und den Kreislauf. Ein Rosmarin-Ölbad kann sehr anregend und belebend wirken. Ein paar Tropfen ätherisches Rosmarinöl in einem Massageöl kann bei Muskelkater und Rückenschmerzen Abhilfe schaffen. Doch Achtung, Rosmarinöl ist stark! Immer nur äußerlich anwenden!

 

Kräuter im Klostergarten: der Salbei

Ebenfalls aus heißen, mediterranen Regionen stammt der Salbei, der Einzug in die mittelalterlichen Klostergärten hielt und dort als Heilpflanze hochgeschätzt war. In unserer Küche werden die Kräuter etwas stiefmütterlich behandelt – vielleicht weil sein Geschmack sehr dominant ist. Aber wer einmal schlichte Pasta mit Salbei, sachte geröstet in Butter und Knoblauch gekostet hat, weiß was italienische Mamas an Salbei finden. Wer griechischen Schafkäse mit Salbei, Rosmarin und Thymian in Folie gepackt kurz auf den Grill legt, hat ein wunderbares, zart schmelzendes, hocharomatisches und fleischloses Grillgericht. Nicht zuletzt verströmt der Salbei auch am Küchenfenster oder Balkon ein unvergleichlich würziges Aroma, das auch Bienen lieben.

Gurgeln bei Halsweh, Angina und Zahnfleischbluten

Der Name des Salbeis kommt direkt von griechischen und römische Wort für heilen, mehr muss zu seinem Wert als Heilpflanze wohl nicht gesagt werden. In der traditionellen Kräuterheilkunde gilt er als entzündungshemmend, antibakteriell, krampflösend, wundheilend und schweißtreibend. Besonders für das Zahnfleisch sind Spülungen mit lange gezogenem Salbeitee ein hervorragendes Mittel. Wer das Kraut länger aufbewahren will, kann es ganz leicht trocknen oder eine Tinktur herstellen. Auch in unserem Webshop kann man Bio-Salbeiteeätherisches Salbeiöl und Salbei-Bio-Hydrolat kaufen.

 

Kräuter mit Frischekick: die Pfefferminze

Oh ja… auch kalte Drinks gehören zu einem schönen Sommerabend und gäbe es die Pfefferminze nicht, gäbe es auch den legendären Mojito nicht. Und eines ist sicher – besser als direkt aus dem Garten, kann Pfefferminze – die es in unzähligen Arten gibt und sich schnell selbst vermehrt – nicht schmecken. Auch in Salaten, Suppen, in Eintöpfen, Topfenaufstrichen, im Fischsud und im Kräuteressig verleiht Pfefferminze Frische und Leichtigkeit.

Die Minze galt als Kraut der Gastfreundschaft, wohl wegen des feines Duftes. Auch die Kirche schmückte Altare damit und sogar auf Gräber wurden die Kräuter wegen ihres lieblichen Duftes gepflanzt.

In der Kräuterheilkunde gilt sie als krampflösend, nervenstärkend, schleimlösend und beruhigend. Sehr wirksam ist sie auch bei Magen-Darm-Beschwerden, bei Erkältungskrankheiten und gilt als wohltuend für Leber und Galle. Da Pfefferminze sehr schnellwachsend ist, kann man sich leicht einen Vorrat der getrockneten Heilkräuter für den Winter anlegen.

Ätherisches Pfefferminzöl wirkt konzentrierter und kann auch bei drohender Ohnmacht, Schock und Schmerzen in Nacken- und Kopfbereich angewendet werden. In Alkohol oder Öl verdünnt, ist es auch gut bei Muskelkater, Hexenschuss und Prellungen anzuwenden. Inhalationen sind ein großartiges Hausmittel bei Erkältungen, Grippe, Husten und Halsschmerzen.

Sommerliches Schönheitsbad

Wer auch bei sommerlichen Temperaturen gerne ein erfrischendes, wohlriechendes und schönheitsförderndes Bad nehmen will, koche einfach 300 Gramm Pfefferminzblätter in 2 Liter Wasser auf und verwende es als Badzusatz.

 

Kräuter mit himmlischem Duft: die Zitronenmelisse

Woher die Zitronenmelisse ihren Namen hat, weiß man beim ersten Schnuppern. Sommerlich und intensiv zitronig riecht das Kraut, das sich im Kräutergarten gerne von selbst vermehrt. Es verfeinert sommerliche Salate, Aufstriche und Kräutersaucen, macht sich gut auf Ofengemüse in Suppen und es lässt sich ein wunderbarer Sirup damit herstellen. Berühmt ist auch der Melissengeist, der früher in keiner Hausapotheke fehlte. Er soll in den kalten Wintermonaten das Gemüt erfreuen. Dazu eignet sich auch Melissenöl, das man leicht selbst herstellen kann. Es wird bei Aufregungen oder Verstimmungen auf Schläfen oder Nacken aufgetragen und bringt die Lebensfreude zurück.

In der Volksmedizin gilt es als beruhigend und krampflösend, es wirkt nerven- und magenstärkend sowie schweißtreibend. Nach Erkältungen ist die Melisse ein gutes Aufbaumittel. Kundige stellen aus Melisse einen guten Balsam gegen Herpesbläschen her.

Wer Duft und Heilwirkung der Melisse auch nach dem Sommer genießen will, kann ganz einfach Melissenöl herstellen. 1 Liter Olivenöl mit 2 bis 3 Handvoll Melissenblättern anreichern und 2 Wochen stehen lassen – abseihen und fertig. Um ein beruhigendes Melissenbad zu nehmen, fügt man etwas Honig als Emulgator dazu und reichert es mit ätherischen Ölen wie z. b. Rose oder Rosmarin an, bevor man es ins Badewasser gibt. Dieses verfeinerte Heilkräuter-Öl ist auch gut zum Einreiben von Gesicht und Körper geeignet.

Ätherisches Melissenöl und Melissenhydrolat in bester Bio-Qualität kann man auch in unserem Shop kaufen.

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