Lavendelöl – Wirkung, Anwendung und Herstellung

Ätherisches Lavendelöl vom Tiroler Kräuterhof

Lavendelöl kann wesentlich vielseitiger genutzt werden, als vielen Menschen bekannt ist. Als eine der klassischsten Verwendungsmöglichkeiten gilt wohl der Einsatz als ätherisches Öl in der Aromatherapie. Sein einzigartiger und sanfter Duft beruhigt und erleichtert das Einschlafen.

Während Lavendelöl also für Menschen eine positive Wirkung offenbart, wirkt dessen Duft im Gegensatz dazu auf Ungeziefer eher störend. Motten oder Mücken meiden den Duft der mediterranen Pflanze eher und lassen sich mit ihrer Hilfe fernhalten.

Darüber hinaus lassen sich aus Lavendelöl auch in der Küche leckere Gerichte zaubern. Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten finden Sie deshalb auf den folgenden Seiten.

Die Heimat des Lavendels

Wenn wir an Lavendel denken, kommen uns die weithin leuchtenden lila-blauen Lavendelfelder der französischen Provence in den Sinn. In den Höhenlagen von mehr als 1.000 Metern blühen die Pflanzen von Anfang Juni bis Mitte August und entfalten ihre heilsamen Wirkstoffe. Zu den vier Hauptlavendelarten zählen der Echte Lavendel (Lavandula Angustifolia), Speik-, Schopf- und Wolllavendel. Wie etwas weiter unten stehend bei den “Arten des Lavendels” beschrieben, hat jede Lavendelart ihre eigene Wirkungsweise, wobei sich diese gut kombinieren lassen und damit ergänzen.

Das Öl wird durch Destillation aus den Rispen der Lavendelblüten gewonnen. Bereits bei der Berührung der Blätter entströmt der typische Lavendelduft, der von lieblich-süß beim Echten Lavendel bis hin zu herb-frischer Kräuterwürze bei den Unterarten reicht. Je nach Sorte und Qualität duftet er leicht bis stärker nach Kampfer.

Inhaltsstoffe von Lavendelöl

Die Inhaltsstoffe, zu denen neben Kampfer auch Linalylazetat, Cineol und Linalool gehören, sorgen für die entspannende Wirkung auf das Zentralnervensystem in unserem Gehirn. Hier docken die Duftstoffe des Öls an und erreichen so die gesamten Nervenbahnen des Körpers.

Lavendelöl ist – unabhängig davon, welche Lavendelart genau für die Herstellung verwendet wird – sehr reich an Linalylacetat und Linalool. Darüber hinaus enthält es aber noch etwa 200 weitere Inhaltsstoffe, deren genauere Erforschung jedoch noch aussteht.

Über 200 Wirkstoffe

Eines der aussagekräftigsten Qualitätskriterien hochwertigen Lavendelöls ist dessen Anteil an Linalylacetat. Dieses ist gleichzeitig für dessen typischen Duft verantwortlich und in seinem basischen Milieu sehr stabil. Deshalb wird es ebenso häufig wie gern als Duft für Waschmittel und Seifen genutzt wird. Linalool wirkt darüber hinaus antimikrobiell, entzündungshemmend und antiseptisch. Außerdem enthält ätherisches Lavendelöl Kampfer, einen schleimlösenden und keimtötenden Stoff. Und auch das im Lavendelöl enthaltene Cineol unterstützt dessen schleimlösende sowie antibakterielle Wirkung. Durch Cineol werden zudem bronchienverengende Neurotransmitter gehemmt. Bei Erkrankungen wie Asthma oder COPD trägt es daher unter anderem zur Verbesserung der Lungenfunktion bei.

Neben den Inhaltsstoffen ist für die Wirkung von Lavendelöl auch die Konzentration und Kombination desselben sowie die Reinheit des Öls ausschlaggebend. Umso reiner es ist, desto stärker fällt seine Wirkungsweise aus. Es sollte daher weder gestreckt sein, noch Zusätze enthalten.

Die Arten des Lavendels

Während der Echte Lavendel mit dem geringsten Anteil an Kampfer zur Entspannung und Hautpflege eingesetzt wird, wirkt Schopflavendelöl stark infektionshemmend und eignet sich daher gut zur energetischen Reinigung der Luft. Es beruhigt bei Nervosität und wirkt herzstärkend. Rheumatische Beschwerden und Durchblutungsstörungen können abklingen.

Speiklavendel enthält höhere Anteile von Kampfer und eignet sich daher zur Behandlung bei Erkrankungen der Atemwege. Des Weiteren gleicht es mentale Erschöpfungszustände aus und wirkt sich positiv auf die Herz-, Magen- und Hirntätigkeit aus. Sein wärmender Stärkungseffekt hat sich zudem bei Verspannungen und Nackenschmerzen bewährt.

Speiklavendelöl und Wolllavendelöl töten Krankheitserreger ab und kommen damit gegen Bakterien und Viren zum Einsatz.

Lavandin ist eine Züchtung (Hybride) aus verschiedenen Lavendelarten und eignet sich besonders als antiseptische und angenehm duftende Beigabe in der Waschmaschine und bei Putzmitteln.

Herstellung von Lavendelöl

Zur Destillation eines Liters Öls werden etwa 120 Kilogramm der Lavendelblüten und -blätter benötigt. Reines ätherisches Lavendelöl beziehungsweise die darin enthaltenen Stoffe weisen daher üblicherweise eine wirklich hohe Konzentration auf. Dennoch gilt Lavendelöl als eines der wenigen ätherischen Öle, die in geringer Dosierung auch direkt auf der Haut angewendet werden können. Meist wird es allerdings trotzdem mit Alkohol, anderen Ölen oder – für die Verwendung in Duftlampen – Wasser verdünnt.

Bei jeglicher Anwendung auf der Haut sollte jedoch stets im Vorfeld ein vorsichtiger Allergietest erfolgen, selbst wenn die Lavendelpflanze gewöhnlich als sehr verträglich gilt. Am besten und zuverlässigsten gelingt ein solcher Test, indem Sie eine kleine Menge Lavendelöl im Bereich des Innenarms auftupfen. Sollten infolgedessen eine oder mehrere allergische Reaktionen wie etwa Rötungen, Juckreiz, Erbrechen, Schwindel oder Krämpfe auftreten, ist umgehend ein Arzt zu konsultieren. Sofern dies nicht der Fall ist, stehen Ihnen folgende vielseitige Verwendungsmöglichkeiten für ätherisches Lavendelöl offen.

Wirkung von Lavendelöl

Lavendelöl gilt als das Universal-Heilöl. Der frische Lavendelduft wirkt erneuernd, harmonisierend und beruhigend auf die Ganzheit des Menschen, also auf dessen Körper, Geist und Seele.

Entspannen und Abschalten

Der Lavendelduft aktiviert insbesondere die rechte Gehirnhälfte, die für das Fühlen zuständig ist. Er sorgt für geistige Klarheit, löst Verwirrungen auf, hilft bei Unruhe und Nervosität, besänftigt bei Ängsten und Sorgen. Bei Einschlafproblemen oder Albträumen hilft es, wenige Tropfen auf das Kopfkissen oder ein Duftsäckchen zu tröpfeln und unter das Kissen zu legen. Depressionen und Anspannungen können gemildert werden. Auch Gefühle von Wut und Zorn, die im Laufe des Tages hochkochen, lassen sich durch das Einatmen des Duftes leichter besänftigen. Es ist damit bestens geeignet zum Entspannen und Abschalten von anstrengenden Tagen.

100% naturreines ätherisches Lavendelöl

Über die Einatmung des Duftes durch die Nase gelangen die Wirkstoffe des Lavendelöls über die Atemwege in den Körper und verteilen sich, um an den Krankheitsherden zu wirken. Das zentrale Nervensystem nimmt die Duftstoffe als beruhigend und schmerzlindernd wahr. Ängste können sich lösen, der Körper entspannen.

Die beruhigenden Wirkstoffe breiten sich im gesamten Körper aus. Dadurch ist es möglich, z.B. bei Verdauungsbeschwerden und schmerzhaften Blähungen auch den Magen-Darmtrakt zu erreichen. Die ätherischen Öle regen die Gallensaftproduktion an, wodurch schwer im Magen liegende Speisen leichter zu verdauen sind.

Gegen Infektionen

Infektionen und Entzündungen des Hals-, Nasen- und Ohrenbereiches, wie Halsentzündungen, Augen- und Bindehautentzündungen, Asthma, Bronchitis, Grippe – um nur einige zu nennen – können durch den antibakteriellen und entzündungshemmenden Effekt kuriert werden.

Durch seine antimykotischen und hautpflegenden Eigenschaften wird das Öl gern zur Behandlung bei Hautpilzen sowie bei Hauterkrankungen wie Akne, Ekzemen, Geschwüren, Juckreiz und zur Wundbehandlung eingesetzt. Auch als kühlende Kompresse oder Wickel bei Insektenstichen und Sonnenbränden kann das Öl verwendet werden.

Gut bei Hautproblemen

Daher findet man Lavendel vielfach in der Naturkosmetik wieder, u.a. als Lavendelseife gegen fettige Haut oder als Lavendelhydrolat zur Hautpflege bei trockener und unreiner Haut. Bei Hitze erfrischen einige Sprühstöße Lavendelwasser (Lavendelhydrolat) Körper und Geist.

Da es sich bei Lavendelöl um ein sanftes Heilöl handelt, enthalten viele Hautpflegeprodukte dieses wirksame Öl. Die hinzugesetzte Dosis ist sogar unbedenklich für Schwangere und hilft ihnen bei auftretenden Nabelschmerzen. Als Salbe aufgetragen wirkt es vorbeugend gegen Schwangerschaftsstreifen. Da Lavendel nicht toxisch und nicht hautreizend ist, eignet es sich zudem als gutes Heilöl für Kinder.

In Lavendelöl baden

Durch seine beruhigende Wirkung können auch Bluthochdruckpatienten von dem gesunden Öl profitieren. Als Badezusatz in Vollbädern wirkt es entspannend und hilft bei Kreislaufstörungen.

Des Weiteren eignet sich das Öl zur energetischen Raumreinigung und beseitigt schlechte Gerüche wie Küchendunst oder Rauch.

Insektenschutz & Küchengeheimnis 

Nicht zuletzt lassen sich Kleidermotten, Ameisen und Spinnen durch den Duft des Lavendels vertreiben. In Form von Duftsäckchen oder einigen Tropfen auf die Kleidung entfalten sich die Wirkstoffe in Kleiderschränken und Schubladen. Duftschalen gefüllt mit dem Öl wehren Insekten, Zecken und Milben ab.

In der Küche kommt Lavendelhydrolat zum Einsatz und entfaltet dort seine Wirkung. Tees, Gewürze und Honig sind schon seit langem auf dem Markt. Aber auch Desserts, Eis und Milchprodukte lassen sich mit Lavendel aromatisieren und verfeinern.

Anwendung von ätherischem Lavendelöl

Da das Öl bereits in vielen Kosmetika wie Massageölen, Seifen, Tinkturen und Salben enthalten ist, ist die Anwendungsweise sehr einfach.

Möchte man das ätherische Öl pur anwenden, können Duftlampen bzw. Aromavernebler verwendet werden, die mit einer kleinen Menge an Tropfen und etwas Wasser aufgefüllt werden (am besten destilliertes Wasser verwenden).

Das Öl sollte weder eingenommen, noch pur auf die Haut aufgetragen werden. Am besten eignen sich Cremes oder fette pflanzliche Öle, die mit dem Öl vermischt und erst dann auf der Haut verteilt werden. Das reine Öl sollte auf keinen Fall mit den Schleimhäuten oder den Augen in Berührung kommen. Sollte dies passieren, sind die betroffenen Stellen mit viel Wasser oder besser noch mit einem hochwertigen pflanzlichen Öl abzuwaschen.

Lavendelöl: Tipps zum Kauf

Für den Kauf eines ätherischen Lavendelöls ist die Qualität absolut entscheidend.

Darüber hinaus sollten Sie darauf achten, dass das Öl in dunklen Tropfflaschen angeboten wird, da ansonsten die Qualität während der Lagerung erheblich leiden kann.

Auch die Angaben zur Herkunft, Beschaffenheit und Qualität sollten Sie stets prüfen. Angaben auf den jeweiligen Flaschen sollten daher ausreichend vorhanden sein. Und auch auf die Art der Beschreibung oder die jeweilige Wortwahl kommt es an: reines ätherisches Öl und naturidentische Öle unterscheiden sich meist hinsichtlich ihrer Qualität ganz gravierend. Letztlich können Sie ausschließlich bei reinen ätherischen Ölen wirklich sicher sein, dass diese aus natürlichen Pflanzen gewonnen und dabei keinerlei naturidentische oder synthetische Duftstoffe untergemischt wurden.

Vor allem Lavendelöle, die im Mittelmeerraum gewonnen wurden, gelten schließlich als sehr hochwertig und zuverlässig. Darüber hinaus gibt es jedoch auch Produkte aus Bulgarien und England, die durch eine hohe Qualität punkten können.

Auf der sichersten Seite sind sie jedoch letztlich immer, wenn sie ein Öl aus biologischem Anbau wählen, wie sie der Tiroler Kräuterhof im Online-Shop anbietet.

Hochwertige Lavendelöle haben ihren Preis, sind jedoch durch die tröpfchenweise Verwendung sehr sparsam im Verbrauch. Für eine lange Haltbarkeit sollte man das Öl kühl lagern, jedoch nicht im Kühlschrank, und dabei luftdicht und lichtgeschützt verschlossen halten. So kann das Öl auch bei geöffneter Flasche mehr als ein Jahr lang seine heilsame Wirkung beibehalten.

Kategorien von Lavendelölen

Lavendelöle finden Sie im Handel in unterschiedlichen Kategorien, dazu gehören.

Naturreine Öle

Sie bestehen aus 100% reinem ätherischem Lavendelöl, welches direkt aus der Pflanze destilliert und dann noch einmal gefiltert wird, jedoch keine weiteren Zusatzstoffe enthält.

Mischöle

Diese erkennen Sie daran, dass sie meist die Aufschrift „Mit Lavendelöl“ tragen. Eine solche Aufschrift bedeutet dann, dass diese Öle mit anderen verschnitten wurden, was keineswegs grundsätzlich schlecht sein oder auf Minderwertigkeit hinweisen muss. Vielmehr kann es sich hierbei auch um interessante und hilfreiche Gemische handeln, welche Sie selbst für bestimmte Behandlungen auch selbst herstellen können.

Naturidentische Öle

Diese sind meist im Labor nachgemachte Öle, die zusätzlich dazu mit natürlichen Aromen versetzt werden. Dabei sind  und dabei für gewöhnlich die gleichen chemischen Eigenschaften wie natürlich gewonnene Lavendelöle aufweisen. Natürlich sind sie in der aromatherapeutischen Wirkung nicht gleichzusetzen mit naturreinen Ölen.

Lavendelöl-Derivat

Dieses wird in der Regel ebenso mit künstlich hergestellten Aromen versetzt. Es handelt sich hierbei aber um reine Ersatzprodukte. Zwar sind diese Produkte billiger,  aber es handelt sich um reine chemische Ersatzprodukte, die keinerlei aromatherapeutische Wirkung haben.  

Angaben zu Eigenschaften und Reinheit verschiedener Lavendelöle sind stets auf deren Verpackungen angegeben.

Bei seriösen Anbietern finden sich folgende Angaben am Etikett: Der Pflanzenname auf Deutsch und Latein, die Art der Herstellung (meist Wasserdampfdestillation), die verwendeten Pflanzenteile,  das Herkunftsland, das Ablaufdatum und die Chargennummer. Rein natürliche Öle ohne Zusatzstoffe werden als 100% naturreines Öl oder 100% genuines Öl bezeichnet.

Wer ätherische Öle beim Tiroler Kräuterhof kauft, kann sicher gehen, dass er nur beste Qualität erhält. Dafür stehen wir mit unserem Qualitätsversprechen!

Fazit zum Lavendelöl

Lavendelöl ist ein echter Allrounder und bietet sehr viele positive Effekte auf den gesamten Organismus – also Körper und Geist.

Es kann dabei in verschiedenster Hinsicht sowohl vorbeugend als auch in akuten Situationen (zum Beispiel bei Entzündungen, kleineren Verbrennungen oder Insektenstichen) verwendet werden. Und sogar nach einer bereits abgeklungenen Wundheilung ist das Lavendelöl, kombiniert mit anderen hochwertigen Pflanzenölen wie beispielsweise Hanföl, dazu geeignet, Narben „wegzupflegen“ oder zu lindern. Nur bei offenen und noch blutenden Wunden sollten Sie auf den Einsatz von Lavendelöl verzichten, da dieses die Blutung zusätzlich fördern könnte.

Darüber hinaus bietet sich Lavendelöl an, um den Konsum von Schmerzmitteln einzuschränken, da es gegen viele Beschwerden auf natürliche Weise helfen kann. Nicht nur gegen Migräne wirkt es gelegentlich sehr gut, sondern auch bei der Behandlung rheumatischer Beschwerden, bei Muskelkater, Sonnenbränden, kleinen Verbrennungen, Krämpfen, Entzündungen, Verspannungen sowie eiternden Wunden und vielen weiteren physischen und psychischen Beschwerden.

Lavendelöl im Tiroler Kräuterhof Online-Shop kaufen.

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